Direktvergleich Tamron SP70-300 VC USD gegen EF70-300 L IS USM - Seite 3 von 3

Zum Schluß noch die Stativaufnahmen - mit manuell ausgeschalteter Stabilisierung (zur Sicherheit, auch wenn Autoabschaltung durch Objektiv-Elektronik vorhanden).
Alle Bilder Aufgenommen aus ca 5m Entfernung:


Stativaufnahme


EF70-300 L IS USM   300mm f5.6 Bildmitte,  Stativ


Tamron SP70-300 VC USD   300mm f5.6 Bildmitte,  Stativ



EF70-300 L IS USM   300mm f5.6 Halb-Bildmitte,  Stativ


Tamron SP70-300 VC USD   300mm f5.6 Halb-Bildmitte,  Stativ



EF70-300 L IS USM   70mm f5.6 Bildecke,  Stativ


Tamron SP70-300 VC USD   70mm f5.6 Bildecke,  Stativ

Schaut man sich diese Bilder an, fragt man sich sofort - ist das Tamron so schlecht?
Nein, es ist eines der besseren in diesem Brennweitenbereich.

Dem EF70-300L IS USM kann Tamron das Wasser nicht reichen, was aber bei fast 1000€ Preisunterschied von Anfang an auch nicht zu erwarten war.

Das EF70-300L stellt seit dem Erscheinen auf dem Markt -in dem Brennweitenbereich- die Referenz dar.
Es bietet besseren AF, bessere Stabilisierung, bessere Optik, ist gegen Wasser und Staub abgedichtet, weist bessere Fertigung und Mechanik auf, aber auch einen "besseren" Preis.


*Hier noch Nachtrag zu EF 70-300 IS USM (nicht L) vs. Tamron SP70-300 VC USD
Wie schaut es aber im Vergleich mit den anderen Wettbewerber? Wie bereits geschrieben, besitze ich das 70-300 IS USM nicht mehr, da es dem 70-300L weichen musste,
allerdings habe ich das "nicht L" EF70-300 IS USM lange Zeit benutzt und dessen Stärken und Schwächen sind mir durchaus bewusst.
Im Vergleich zu meinem alten 70-300 IS USM ist das Tamron in allen Bereichen ein wenig schneller und wenn es um AF Funktionalität geht scheint mir auch ein wenig sicherer zu sein.
Das alte Canon pumpte hin und wieder und konnte sich nicht zu Recht finden. Das passiert dem Tamron zwar auch, man bekommt aber die Rückmeldung deutlich schneller, da AF-Antrieb doch fixer arbeitet. Bildstabilisierung greift ebenfalls schneller ein, als ich das beim 70-300 IS USM in Erinnerung habe.
Die letztendlich entscheidende Wirkung der Stabilisierung würde ich allerdings als gleich gut einschätzen.
Rein optisch dagegen, scheint mir das alte EF70-300 IS USM dem Tamron ein wenig überlegen gewesen zu sein. Die Unterschiede sind aber nicht riesig.
Von Handhabung her wackelt hier weniger als bei der alten Canon Linse, dafür aber beim Zoomen fehlt es dem Tamron an Gleichmäßigkeit.
Vorerst geht alles glatt, dann mit wachsendem Widerstand, als ob sich etwas festgefahren hätte und plötzlich erneut Widerstandslos.
Dazu kommen "Scheuregeräusche" , so als ob zwei bewegliche Teile aneinander reiben würden.
Einen großen Vorteil des Tamron dem alten Canon gegenüber ist aber die FTM Funktionalität, die dem Fotografen zum jeden Zeitpunkt manuell in die AF Automatik einzugreifen erlaubt. Das war bei altem EF70-300 IS USM nicht der Fall.

Tamron SP70-300 VC USD ?  -  Alles in allem eine recht brauchbare Optik mit einem hervorragendem Preis/Leistung Verhältnis.






     Teil-1